Der Mythos

«Da die Götter menschlicher noch waren, waren Menschen göttlicher.» – Goethe

Apollo, unehelicher Sohn des Zeus, war der schönste der Götter. Sein Haar war wie dunkles Gold, seine Augen von stürmischem Blau. Er trug eine Tunika aus goldenem Leopardenfell, seinen goldenen Bogen und einen Köcher mit goldenen Pfeilen. Sein Wagen bestand aus gehämmerten Gold; die Pferde waren weiss und hatten goldene Mähnen und flammenfarbene Augen.

Er war seit jeher der Sonnengott, der Gott des Lichts. Er wurde als Gott der Ordnung und Klarheit, der Mathematik, des geistigen Lebens und der Künste, besonders der Musik und des Gesanges, verehrt. Apollo war der Führer der neun Musen. Ackerbau, Viehzucht und Schifffahrt standen unter seinem Schutz; er galt als Helfer im Kampf, als universaler Übelabwehrer und Gott der Heilkunst. Von ihm erhielt Kassandra als erster Mensch die Gabe der Weissagung.

Er predigte Mässigung. Er gebot denen, die zu ihm beteten, zuerst in ihr eigenes Herz zu schauen und dort den Ursprung der Weisheit zu entdecken und sich selbst in allen Dingen klug zu verhalten. – Er selbst war nicht frei von Rachsucht und Grausamkeit und scheute nicht davor zurück, andern buchstäblich das Fell bei lebendigem Leib über die Ohren zu ziehen oder die Pest an den Hals zu schicken.

Zahlreiche Tiere wurden zu seinem Symbol und waren ihm heilig. Mir gefallen besonders: der in luftiger Höhe kreisende Geier, der bodenständige Python, der gesellige Wolf und der verspielte Delphin.

Das Akronym Apollo (gebildet aus den Begriffen Arbeit, Person, Organisation, Leistung und Lohn) weist, wie jede Metapher, selbstverständlich weit über sich hinaus. Ich habe meinem Unternehmen im Jahre 2000 diesen Namen gegeben, weil ich mich in erster Linie der Person, der menschlichen Vernunft und der Suche nach Weisheit, aber auch allen anderen «schönen Dingen» dieser Welt verpflichtet fühle.

Mytos apollo TZ Bild